Leerer Beutel
10. April 2019

Jüdisches Gemeindezentrum

Standort:Am Brixener Hof 2, 93047, Regensburg
Phone:+4994157093

Upcoming events

  • 29/04/2019 19:00 - 29/04/2019 21:00

    Vortrag

    Juden und Antisemiten in Hitlers München 1918 – 1923

    Referent:
    Prof. Dr. Michael Brenner, Ludwig-Maximilians-Universität München / Direktor des Center for Israel Studies an der American University Washington 

    Nach dem Ersten Weltkrieg wurde München zum Schauplatz ungewöhnlicher politischer Konstellationen: Kurt Eisner wurde im Novem- Foto: Yury Shishkov ber 1918 der erste jüdische Ministerpräsident eines deutschen Staates, während Schriftsteller wie Gustav Landauer, Ernst Toller und Erich Mühsam sich im April 1919 für die Räterepublik engagierten. Die jüdische Gemeinde war eher konservativ ausgerichtet, und selbst die orthodoxen Mitglieder besuchten nach dem Synagogenbesuch gerne das Hofbräuhaus. Auch in Regensburg engagierte sich Rabbiner Seligmann Meyer in seiner „Deutschen Israelitischen Zeitung“ gegen die jüdischen Revolutionäre und rief zur Wahl der Bayerischen Volkspartei auf. Anfang der Zwanziger Jahre gab es in München antijüdische Tendenzen in Politik, Presse und Kirche sowie Judenausweisungen und offene Gewalt gegen jüdische Bürger auf der Straße. Die „Stadt Hitlers“, wie Thomas Mann die spätere „Hauptstadt der Bewegung“ bereits im Juli 1923 nannte, wurde zum Ausgangspunkt für den beispiellosen Aufstieg der hier gegründeten nationalsozialistischen Partei.