Gedenken
26. November 2020

Gemeinde Regensburg, Corona und die Tora

Am 03. Februar  2021 hat die Regensburger Gruppe  RfP – Religions for Peace – Religionen für den Frieden – sein nächstes Treffen in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Regensburg per Video-Schalte durchgeführt.

Die Leiterin der Gruppe, Frau Christiane Weber, moderierte bei dieser Video- Konferenz ein Gespräch  des Jahresthemas: „Der Mensch in seiner Verletzlichkeit. Erfahrungen in meiner Religionsgemeinschaft in der Pandemie“. Der Religionslehrer, Herr Rabbiner Benjamin Kochan, verband seine Ansprache mit G-tt, mit jüdischem Glaube und mit Judentum. In der Situation der Corona-Pandemie, sagte er, unsere Grenzen als Menschen, hindern uns daran, die Feinfühligkeit und die ganze Tiefe der g-ttlichen Macht zu erfassen.

Das jüdische Gesetz sagt, dass wenn es eine Gefahr für das Leben eines Menschen besteht, dann hat das Leben eine höhere Priorität. In dieser Situation ist es erlaubt alles zu machen, um das Leben zu retten, selbst wenn man dadurch Schabbat brechen muss. An einer anderen Stelle sagt uns die Tora, dass wir uns um unsere Gesundheit kümmern müssen. Deswegen auch aus religiöser Sicht sollen alle sinnvollen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie sehr ernst genommen werden.

Das Vorstandsmitglied, Herr Volodimir Barskyy, wurde im Dezember  2020  auf das  Corona-Virus positiv getestet. Er erzählte von seiner Pandemie-Krankheit und sprach über die Rolle der Tora und Mizwot in der Corona-Zeit. Es ist Zeit, die Tora und die Mizwot, die G-tt uns gegeben hat, anzuerkennen und zu schätzen. Denn beide haben großen Einfluss auf unser Leben, viel größer als der Einfluss einer Mikrobe je sein könnte.

Das Gute muss zu einer „Pandemie“  werden, ebenso jüdische Bräuche wie Tefillin. Koscheres Essen, Mesusot, Schabbat-Kerzen, zur rechten Zeit angezündet, und vieles mehr. Dies ist die Zeit, in der wir G-ttes Tora annehmen und seine Mizwot inniger willkommen heißen als je zuvor. Die Digital-Veranstaltung verlief aktiv und interessant, mir Fragen und Antworten, mit lebendiger Diskussion. Das Treffen endete mit herzlichem Dank und besten Wünschen.