Das Haus des neuen Anfangs
22. Januar 2019

The Man I Love …

Am 20. Januar 2019, eine Woche vor dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, eröffnete der Klub „Schalom“ der Jüdischen Gemeinde Regensburg seine 18. Saison.

Die jährliche Veranstaltung wurde in dem Mehrgenerationenhaus der Stadt Regensburg durchgeführt. Es kamen 140 Leute: 60 Gemeindemitglieder und 80 deutsche Mitbürger – die Vertreter der städtischen Öffentlichkeit, Prominente, beste Bekannte. Im Namen des Vorstands begrüßte das Vorstandsmitglied, Herr Volodimir Barskyy, alle Anwesenden, bedankte sich herzlich bei ihnen für die Zusammenarbeit und wünschte für das Jahr 2019 gute Gesundheit, viel Erfolg, Wohlergehen und alles, alles Gute (!). In der Zeit vom 13. Januar 2002 bis heute, sagte er, haben wir eine großartige Arbeit für unsere Leute sowie deutsche Mitbürger geleistet. Jedes Jahr führten wir 6 bis 8 verschiedene Veranstaltungen durch.

Alle Vorhaben fanden auf einem hohen organisatorischen Niveau statt. Unsere hauptsächlichen Richtungen sind Integration und Judentum. Am 10. Oktober 2018 hat die Regierung der Oberpfalz den Klub „Schalom“ mit dem Integrationspreis 2018 ausgezeichnet. Für uns ist es eine große Ehre. Und diese Verleihung verpflichtet uns es noch besser zu machen. Bald bekommen wir die Neue Synagoge, dann organisieren wir unsere Tätigkeiten noch intensiver.

Im Jahr 2019 gibt es viele interessante Veranstaltungen. Ein großes Ereignis in der jüdischen Geschichte Regensburgs ist eine historische Eröffnung der Neuen Synagoge(!). Schon im Januar 2019 beginnt ein wunderbares Kulturprogramm der Stadt Regensburg zusammen mit der Jüdischen Gemeinde.

Zusätzlich hat der Klub „Schalom“ seine traditionellen Veranstaltungen. Nur einige Beispiele. Am 05. Mai 2019 fahren wir wieder nach Dachau zum Gedenktag der Befreiung des KZ vom Nazi-Regime. Danach besuchen wir die Stadt Nürnberg. Zuerst machen wir einen Stadtrundgang durch jüdische Spuren Nürnbergs. Und dann besichtigen wir das Museum „Memorium Nürnberger Prozesse“. Am 12. Mai 2019 ehren wir unsere Überlebenden zusammen mit den führenden Künstlern des Stadttheaters Vera Egorova – Solistin, Mezzosopran und Natalia Woods-Scheludiakova – Pianistin.

Im Rahmen des Zentralrates der Juden in Deutschland bereiten wir zum 1. September 2019 eine Veranstaltung mit jiddischen Liedern vor. Das bekannte Hamburger Leon Gurvitch Ensemble präsentiert zusammen mit der israelischen Sängerin Sigalit Feig das Programm „Wo nimmt man (a bissele) Glück?“. Am 15. – 17. September 2019, zwei Wochen vor Rosch Haschana, organisieren wir einen dreitätigen Ausflug in die Schweiz. Usw. Herr Barskyy  stellte die Künstler Diana Petrova Darnea, Sopran, Opernsängerin und Elena Tomilova, Pianistin vor. Beide Darsteller gratulierten allen Gästen zum Saisonanfang 2019 mit dem Konzert „The man I love…“ („Mein Geliebter…“), mit schönsten Melodien von jüdischen Komponisten. Fast eineinhalb Stunden lang haben sie alle Zuschauer herrlich unterhalten. Die Anwesenden erfreuten sich über die goldene Stimme der Sängerin und über die professionelle Klavierbegleitung der Pianistin. Die wahrlich phantastische Vorstellung verging in einem Atemzug, mit den gemeinsam gesungenen Liedern „Das Herz“ und „Frühling kommt“ vom Komponisten Isaak Dunajewski.

Niemanden im Saal ließen das Lied der Pepita aus der Operette „Freie Wind“, die Arie aus dem Speigel von Arcadien aus Brettl-Liedern (Arnold Schönberg), „The men I love…“ aus „An American in Paris“ u.a., gleichgültig. Mit begeisterten Ovationen bedankten sich die Zuhörer bei dem Duo EleDia. Für diese unvergessliche Veranstaltung wurden Diana Petrova Darnea und Elena Tomilova mit Rosen und Geschenken belohnt.