
Was die jüdischen Grabsteine erzählen
Referent: Prof. Dr. Michael Brocke, Direktor des Ludwig
Salomon Steinheim-Instituts, Essen
In der Altstadt sind vermauerte und frei stehende hebräische Grabsteine als Trophäen zu sehen – eine Regensburger Besonderheit nach der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung 1519. Im Laufe der Jahrhunderte sind von einst mehreren Tausenden solcher Stelen des jüdischen Friedhofs vor der Stadt, nahe dem heutigen Hauptbahnhof, immerhin gut Hundert solcher Denkmale ganz und in Fragmenten aufgefunden worden. Sie berichten über 300 Jahre jüdischen Lebens vom 13. bis ins 16. Jahrhundert. Der Vortrag will sie zum Sprechen bringen und auch personelle Verknüpfungen mit anderen Quellen und Funden sichtbar und fasslich werden lassen.
